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EKT Prinzip

EKT steht für EmotionalKörperTherapie und die lässt sich im Grunde kurz umschreiben:

Widerstände gegen Gefühle weg nehmen, negative Gefühle transformieren in ihre positive Form.

Die EKT ist eine sehr sanfte und einfühlsame Methode und orientiert sich immer am Menschen selbst, an seinen inneren Bildern, seinen körperlichen Symptomen und seinen Empfindungen. Ihr Einstieg ist immer dort, wo ein körperliches Symptom oder ein Gefühl im Vordergrund stehen, sozusagen als Auslöser für einen unwohlen Zustand vermutet werden.

In der EKT sprechen wir Gefühle und Symptome einfach an. Wir schließen die Augen und formulieren Sätze wie:

Schmerz, ich spüre Dich.

Ich weiß, dass Du da bist.

Was kann ich für Dich tun?

Was möchtest Du mir zeigen?

Meist lässt sich unser Schmerz in unseren inneren Bildern in etwas verwandeln, in einen Teddy oder in eine Sonnenblume, in einen großen schwarzen Hund oder auch in eine alte weise Frau. Wenn wir herausfinden können, was wir tun können, damit es der Sonnenblume oder dem schwarzen Hund besser geht, dann tritt meist auch gleich Erleichterung ein. Der Schmerz wird merklich weniger, manchmal geht er auch ganz weg.

Das wichtigste ist, dass wir nichts negativ bewerten sondern dem zustimmen, was sich zeigt.

Ich geben Ihnen ein Beispiel, damit Sie eine Idee haben, wie so etwas aussehen könnte:

In einer Sitzung kam im Zusammenhang mit Verlustängsten plötzlich der Vater einer jungen Frau mit ins Spiel. In ihrem inneren Bild konnte sie sehen, wie er in einigem Abstand vor ihr stand und sie ansah. Sie bekam eine unbändige Wut auf ihren Vater und als ich sie fragte, was sie tun wolle, war die Antwort: "Ich würde ihn am liebsten umbringen".
Nur zu, sagte ich und so brachte sie ihn um, denn in den inneren Bildern ist alles erlaubt.
Nach einer Weile entspannte sie erschöft und auf meine Frage, was sie nun weiter tun wolle, antwortete sie: "Jetzt möchte ich ihn verhauen". Auch das durfte sie und es dauerte wieder eine ganze Weile, bis sie damit fertig war. Als nächstes wollte sie ihm endlich mal sagen, was sie schon immer mal sagen wollte. Sie formulierte Vorwürfe und Anklagen und auch das dauerte eine ganze Weile. Am Ende hatte sie das Bedürfnis ihm zu sagen, dass sie ihn liebe und das sie ihn so oft vermisst habe. Und nachdem sie das gesagt hatte, konnte sie ihm in die Arme fallen. Dieses Beispiel ist deshalb umso schöner, als ihr Vater an dem Tag zu Hause schon auf sie wartete!

Genauso geht das mit körperlichen Symptomen. Spreche ich einen Schmerz an, so beginnt er fast augenblicklich, sich zu verändern. Probieren Sie das gerne mal aus, wenn Sie sich stossen oder in den Finger schneiden: Sagen Sie herzhaft: Schmerz, ich spüre Dich. Ich danke Dir, dass Du da bist. Da hast Du aber gut aufgepasst, damit ich mich nicht noch mehr verletze.
Sie werden sehen, der Schmerz verändert sich sogleich und oftmals kann der Humor auch gleich mit ins Rennen gehen und  Sie sind nicht mehr so zornig auf die Tischkante oder Ihr Schälmesser.

Mit allen Gefühlen können Sie genauso verfahren. Sprechen Sie sie an, geben Sie ihnen Kekse, loben Sie sie für ihren unermüdlichen Einsatz und schauen Sie zu, wie sie sich transformieren.

Wenn Sie merken, dass Sie alleine mal nicht weiter kommen, nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Es gibt in Deutschland leider noch keine Liste von Therapeuten, die mit dieser Methode vertraut sind. Die Hypnose ist dieser Technik jedoch sehr ähnlich und Hypnosetherapeuten finden Sie bestimmt auch in Ihrem Umfeld.

 
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